Dienstag, 16. August 2016

HOME ist where you PARK it :-)

Mit einem selbständigen Mann und eigenen eingeschränkten Urlaubsmöglichkeiten ist es gar nicht so einfach, Urlaub zu buchen. Flexibel ist wichtig und so kam die Idee, zu campen. Vorletzte Woche noch haben wir Probecamping mit unserem Hund gemacht und nachdem alles gut geklappt hat und wir so nette Nachbarn mit so schönen Wohnwagen hatten, kam der Wunsch nach einem eigenen Mobile Home. 

Zuhause angekommen haben wir das Netz durchstöbert. Die Wagen waren meist ewig weit weg oder irgendetwas anderes passte nicht. Wir brauchen drei Schlafplätze, das Gewicht darf nicht zu  hoch sein und zu riesig sollte er auch nicht sein. Und da war er dann - ein kleiner Adria. 

Zugegeben, von innen war er jetzt nicht mein Traumwohnwagen. Aber so was lässt sich ja ändern. Bei www.andrellaliebtherzen.blogspot.com kann man sich ein schönes Beispiel ansehen und ansonsten ist das Netz voll von gepimpten Wohnwagen. Aber in dem Moment in dem wir in besichtigt haben, begann schon das Bild vor meinem inneren Auge zu reifen. Ähnlich wie unser Wohnzimmer sollte er werden. Gemütlich hell und freundlich farbig, aber nicht zu bunt. 

Und so haben wir letzte Woche gewerkelt, mein Mann und ich. Die Streicharbeiten haben wir uns geteilt und ich habe genäht und genäht. 


Klein und kompakt. 



Die Wände haben wir mit grauer Kreidefarbe von Amazona gestrichen. Ging super, ein Anstrich reichte und ich habe mit einer kleinen Dose den gesamten Wohnwagen gepinselt. 


Auf den Boden und auf die Tischflächen haben wir PVC in Laminatoptik aufgebracht. Das gab es als einzelne "Bretter", die aufgeklebt werden. Das ließ sich gut verarbeiten, da die Einbauten drin bleiben konnten. Das ist bei Auslegeware natürlich nicht ganz so einfach....


Wenn auch ein Schnäppchen, so ist ein Wohnwagen aber natürlich doch eine Investition. Deshalb habe ich mit vorhandenen Stoffen und Dekosachen gearbeitet. 



Das kleine Schild aber war reduziert, das hab ich mir dazu gegönnt ;-) 




Die Platten von der Küche haben wir mit grauer Folie beklebt (das Holz war leider zu dick, weil die Seitenteile zum Kochen hochgestellt und eingerastet werden, das ging dann nimmer).




Die Deko wird natürlich auf der Fahrt sicher verstaut ;-) 






 

Neue Griffe vom Möbelschweden. 




Und hier haben wir die große Schlafecke. 



Und hier sieht man jetzt auch noch die kleinen Vorhänge an den Seitenfenstern.


und hier die Gardinen am hinteren Fenster. 



Die haben kleine Raffbändchen bekommen. 


Und am Küchenfenster ne Herzchenkette. Klar, muss ich abhängen beim Kochen... aber egal :-)



Ein riesiges Vorzelt war auch noch dabei. Und das gleiche noch mal als halbes Vorzelt.




In allem haben wir für das Projekt etwa eine Woche gebraucht. 
Am Sonntag haben wir nach einem Wohnwagen im Netz gesucht. Am Montag haben wir unsere kleine Primadonna, wie wir ihn getauft haben, besichtigt und gekauft. Die Polster habe ich mitgenommen und am Dienstag mit dem Nähe begonnen. Donnerstag wurde der Wohnwagen geliefert und mein Mann hat abends mit dem Streichen angefangen. Freitag und Samstag hab ich mitgeholfen streichen und abends dann Vorhänge genäht. Am Sonntag kam der Boden rein - fertig. Das war dann der Vorteil daran, dass er mit seinen kompakten 448 cm doch eher klein ausfällt. 

Nach dem erfolgreichen Probeaufbau des Vorzelts gestern 
kann´s morgen losgehen mit der Jungfernfahrt. 
Deshalb klinke ich mich jetzt aus, weiter packen :-)

GLG
Bettina